die Künstlerin

amogis

Eveline Gisela Amort – amogis – gestaltete ihre erste Skulptur mit acht Jahren, verdiente schon in der Schule Geld mit Portraitzeichnungen von Mitschülerinnen, studierte Bildhauerei in der Kunstschule Wien und hat sich in Kunsttherapie weitergebildet.

In den 1970er Jahren erlebte sie, was durch den Kunstdiskurs von Josef Beuys in der Kunstakademie Düsseldorf an Öffnung und Veränderung bewirkt wurde und war von seinem avantgardistischen Kunstbegriff fasziniert und befreit. Durch ihre Ehe mit dem Bildhauer Mag. Gerald W. Hollnbuchner bewegte sie sich über 25 Jahre viel in Künstlerkreisen.

Seit 2007 arbeitet sie vorrangig in Simbabwischem Serpentin – beeindruckt von der Schönheit und den Gestaltungsmöglichkeiten mit diesem vielfarbigen Gestein.

Jahrzehntelangist sie “Menschen-Arbeiterin”, Trainerin, Freude-Coach und Heilerin, eine Arbeit, die sie von Herzen gern und mit viel Erfolg durchführt.

Inzwischen ist jedoch die Bildhauerei ihr Hauptberuf.

Eine Auswahl ihrer Arbeiten ist hier zu sehen:

amogis-Skulpturen waren ausgestellt am “Goody Day” 17.9.2009 in der Hausmesse bei Skriptura, Markgraf-Rüdiger-Str. 6, 1150 Wien, Nähe Stadthalle.

amogis-Skulpturen sind am Donaukanal ausgestellt, wenn sie dort Workshops anbietet: „Abenteuer Stein“  bei der Schwedenbrücke in 1020 Wien, Bildhauerplatz AGORA, das Steinbildhauerei-Symposion gegenüber vom Badeschiff Wien.

Außerdem werden sie als work in progress zu beobachten sein, sobald ihr Atelier in der Rotenmühlgasse 7 fertig ist.

amogis-Skulpturen sind derzeit in der Kornhäuslvilla ausgestellt.

amogis über sich selbst

Seit 35 Jahren bin ich “Menschen-Arbeiterin”: Trainerin, Freude-Coach und Heilerin, eine Arbeit, die ich von Herzen gern und mit viel Erfolg durchführe.

Fast ebenso lange stand die Künstlerin, die ich schon seit der Kindheit sein wollte, mit verschränkten Armen schmollend in der Ecke.

Nein, nicht ganz.

Ich liebte meine erste Skulptur, eine lustige Kasperpuppe – ich war 8 oder 9 Jahre – aus bemaltem Papier-Maché, die ich auf Geheiß meiner Eltern einer alten Dame schenken sollte, da sie “ein kleines Kunstwerk” sei. Ich wollte sie aber behalten und erbettelte die Erlaubnis, schnell eine zweite für die Frau zu machen. Talent ist manchmal fatal: Der zweite Kasperl sah wie eine Karikatur der alten Dame aus. Wie denn auch anders? Ich mochte die Frau nicht und dachte beim Arbeiten dauernd an sie… So musste ich dann doch meinen geliebten Kasperl hergeben. Hat mich das entmutigt?

Nein, nicht ganz.

Im Gymnasium zeichnete ich Bilder, die “anders” waren und bekam in den ersten Jahre schlechte Noten in Kunst. Ich zeichnete daheim unsere Inneneinrichtung und die Familie meinte, ich solle doch technische Zeichnerin werden. Ich verdiente mir zusätzliches Taschengeld, indem ich meine Klassenkameradinnen portraitierte. Der nächste Kunstlehrer hatte ein so markantes Gesicht – ich musste ihn karikieren. Er nahm es mit Humor und gab mir eine Eins. Im Klosterinternat schlich ich mich bei Vollmond nachts in den Dachboden und malte, bis die Dachluke nicht mehr genug Licht hergab. Die Kunstnonne meinte, ich solle Kunst studieren, was auch ich wollte. Private Umstände verhinderten es. Ich wurde Handelsvertreterin und Verkaufstrainerin. Meine Künstlerin musste warten.

Nein, nicht ganz.

Ich verliebte mich in einen Künstler und blieb 25 Jahre lang mit ihm zusammen. Er war so gut, so ein perfekter Künstler, er hatte Bildhauerei studiert, da wurde meine Künstlerin mutlos.

Nein, nicht ganz

Als unsere drei Kinder klein waren, buchte ich in der Kleinstadt, in der wir wohnten, den einzig erreichbaren Malkurs, Bauernmalerei, ihr wisst schon: Blumen auf alte Möbel malen. Aber sogar das nahm meine Künstlerin mit solcher Gier und Inbrunst an, dass ich Zeit, Raum, meine Kinder und meine zu Besuch weilende Mutter vergaß. Also zurück in die Pflicht.

Nein, nicht ganz.

Immer wieder rief mich die Kunst, so bildete ich mich in Kunsttherapie weiter, das passte vor meinem Gewissen zu meinen anderen Therapie-Ausbildungen. Und dann kam dieser große Erfolg als Trainerin und Coach, und es macht ja auch so große Freude, die Menschen zu heilen und Ihnen die Lebensfreude zurück zu geben. Und so konnte ich ja auch Kunst betreiben, meinte ich. Aber die KlientInnen waren wichtiger.

Nein, nicht ganz.

2004/2005 endlich drei Semester Kunstschule, ich war selig. Dann war Scheidung angesagt und Geldverdienen erstmal wichtiger.

Nein, nicht ganz.

Immer unruhiger wurde die Künstlerin in mir, ich buchte Bildhauer-Workshops – die ich mit Zähnen und Klauen vor allen Termin-Attacken von Auftraggebern und KlientInnen verteidigte. Ich brachte Skulpturen mit, die mich überzeugten: Ich will sie endlich leben, meine Künstlerin, mich.

Und nun baue ich ein Souterrain-Lokal in Wien zum Atelier um (derzeit noch Urzustand – Keller eines vorigen Jahrhundertwende-Hauses), viel Arbeit, aber MEINS! Und ich arbeite ja gerne mit meinen Händen, packe gerne zu, hab gern Werkzeug in der Hand.

Ja, da bin ich jetzt.

Derzeit sucht das Souterrain-Atelier nach einer Elektrikerin oder einem Elektriker, die/der mir dort die Tageslicht-Lampen und die dazugehörigen Schalter verlegt. Kennt ihr eine oder einen? Die Gas-Therme ist inzwischen angeschlossen, damit ich im Winter nicht wie in Nord-Sibirien eingemummt sein muss.

Meine KlientInnen und AuftraggeberInnen lassen weiterhin nicht locker, einen Teil der Woche heile, coache und trainiere ich Menschen in eine glücklichere Zukunft, halte Vorträge, Präsentationen und Seminare, in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Florida und auf Lanzarote, um mein Wissen weiterzugeben.

Mein Termin-Kalender läuft über, die Auftragsbücher füllen sich, Erfolg in allen Bereichen – was will ich mehr?

Ja, doch, ich will mehr! Ich will Skulpturen gestalten! Also nutze ich jede freie Minute auf meiner Terrasse und bearbeite Steine, und im Sommer auf der AGORA am Donaukanal in Wien.

Und einmal im Jahr kommt Nimrod Phiri nach Österreich und wir bieten gemeinsam Bildhauer-Workshops an. Vielleicht lade ich auch noch andere internationale KünstlerInnen nach Österreich ein – alles ist gut…

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